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Dienstag, 17 Juli 2018
 06 :51:37

Schneiden von DEPRON


Auf dieser Seite  beschreibe ich eine Methode zum Ausschneiden von passgenauen Teilen aus Depron. Ich habe die Teile für den Beaver mit der hier beschriebenen Methode hergestellt.

Voraussetzung: Ein guter CAD-Plan für den Flieger, ein PC mit Drucker und ein Programm, mit welchem man einzelne Teile des Plans im Massstab 1:1 ausdrucken kann.

Normales Papier für Laserdrucker  hat ein Gewicht von 80g/m2. Für Schneideschablonen muss das Papier etwas dicker sein. Am Anfang habe ich meinen HP Laserjet mit richtig dickem Papier gequält. Nach vielen Experimenten mit Papiergewichten von 110g/m2 bis 160g/m2 verwende ich jetzt für einfache Formen Papier mit 120g/m2 und für Teile mit vielen kleinen Ausschnitten Laserpapier mit 160g/m2. Je besser das Papier, desto besser das Resultat !

Prinzip

  • Schneideschablone ausdrucken.
  • Schneideschablone sauber und exakt ausschneiden.
  • Shneideschablone mit Stecknadeln auf ein Stück Depron heften.
  • Bauteil mit der "Heissdrahtsäge" ausschneiden.

 

Erfahrungen:

  • Erstaunlicherweise wird das Papier vom heissen Draht nicht angesengt. Ich habe mit der gleichen Papierschablone viele Rippen ausgeschnitten, ohne dass das Papier dabei irgendwie gelitten hat.
  • Die Papierschablone muss möglichst exakt sein, ein Millimeter daneben ist ein Millimeter zuviel. Ich schneide die Schablone mit einer guten Schere aus. Löcher und kleine Ausschnitte freihändig mit einem Balsamesser auf einer Glasplatte als Unterlage.
  • Am Anfang habe ich unzählige Stecknadeln verwendet um die Schablone aufzuheften. Das ist unnötig, je weniger je besser.
     
  • Die Stecknadeln dürfen auf der anderen Seite nicht herausragen. Das Stück Depron muss sich leicht auf einer glatten Fläche hin und herschieben lassen, wenn die Stecknadeln aufgeheftet sind. Das musst Du vor dem Schneiden immer ausprobieren.
  • Der Draht muss die richtige Temperatur haben. Wenn es beim Schneiden wie durch Butter geht, ist er zu heiss. Wenn es harzig vorwärts geht, ist er zu kalt. Es muss sich irgendwie "al Dente" anfühlen.
  • Der Schnitt sollte möglichst mit einer konstanten Geschwindigkeit durchgeführt werden.

 

Schneiden in Aktion

 

Hier siehst Du meine Schneidevorrichtung. Den unteren Teil befestige ich jeweils mit doppelseitigen Klebeband auf dem Tisch.

Die unteren Führungsschienen sind aus Aluminium. Diejenigen am Schlitten sind aus Kunststoff. Die Teile bekommt man in jedem Baumarkt.

Die Kurbel war zuerst nur als Prototype gedacht. Weil es aber einwandfrei funktioniert, habe ich nichts "eleganteres" mehr gebastelt.

Damit der Schlitten leichter zu bewegen ist, gebe ich ab und zu etwas Silikonspray auf die Führungsschienen.

 

Wenn ich die Kurbel drehe, bewegt sich der "Schlitten" in Richtung Kurbel.

 

Hier ist alles bereit zum Schneiden. Das Brett des Schlittens hält die Hitze des Drahtes vom Depron fern.

Der Schlitten sollte möglichst nahe am Draht sein, diesen aber nicht berühren. Die Schnittkante wird dadurch besser. Die Kante an der Rippe sieht immer viel besser aus, als die Kante am Abfallstück.

 

Die Schablone so halten, dass der Draht nach aussen etwas abgelenkt wird.  ( Im Bild wird er etwas nach rechts gedrückt).

Wenn ich an der Kurbel drehe, lasse ich die Schablone ab und zu etwas los, der Draht geht dann sofort wieder in die richtige Position. Also nicht einfach festhalten und drauflos fahren.

 

Wenn ein Loch gemacht werden soll, löse ich den Schneidedraht oben und stecke ihn im kalten Zustand durch das Depron. Dann schiebe ich das Teil nach unten bis es auf dem Schlitten aufliegt. Nachdem der Schneidedraht oben wieder befestigt ist, gebe ich Strom auf den Draht und schneide das Loch aus.

 

Hier habe ich den Draht oben gelöst und fädle die Rippe aus.

 

Oben: Die Papierschablone

Unten: die ausgeschnittene Rippe